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Praxis für Naturheilkunde

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Neuraltherapie

Neuraltherapie

Die Neuraltherapie geht davon aus, dass örtlich begrenzte Reizzustände, sogenannte Störfelder, Nervenbahnen so reizen können, dass sie auch in entfernten Körperregionen chronische Beschwerden auslösen und in Gang halten können. Dabei kann jede krankhaft veränderte Stelle des Körpers und jedes krankhaft veränderte Organ zum Störfeld werden. Durch die von diesem Störfeld ausgelöste permanente Reizung entsteht für den Körper ein Dauerstress, der seine eigenen Regulationsmechanismen stört und zu einer „Regulationsstarre" führt. Die Neuraltherapie unterbricht diese Starre mit Hilfe des injizierten Lokalanästhetikums und der auslösende Herd erhält so wieder Anschluss an das gesamtkörperliche Geschehen.

Anwendung:

Zu Beginn der Behandlung steht immer das ausführliche Gespräch. Ihr behandelnder Heilpraktiker erfragt die persönliche Krankengeschichte und alle Vorerkrankungen, den genauen Ort des Schmerzes bzw. der Beschwerden, erkundigt sich nach Überempfindlichkeiten, bestehenden Allergien u. v. m. Es folgt eine körperliche Untersuchung, bei der vor allem auf Narben, Verhärtungen des Gewebes oder der Muskeln, der Zustand der Haut etc. geachtet wird.

Im Rahmen der eigentlichen Behandlung werden sehr geringprozentige Procain- oder Lidocainlösungen zur Bildung von Quaddeln unter die Oberhaut (intrakutan) injiziert. Gespritzt werden kann entweder direkt in den Beschwerdeort oder das Störfeld, aber auch in das mit dem erkrankten Organ korrespondierende Hautareal bzw. in und um Nervenaustrittspunkte oder Nervenknoten (Ganglien). Inzwischen hat sich aber auch dieses Verfahren weiter entwickelt und es konnte festgestellt werden, dass ein Heil-Reiz schon bei der Anwendung von Kochsalzlösung für Injektionszwecke in vielen Fällen einsetzt. Eine ganze Reihe von Kombinationspräparaten mit verschiedenen homöopathischen Inhaltstoffen machen die Injektion und Einspritzung in Regionen möglich, die der Heilpraktiker mit Procain oder Lidocain nicht mehr erreichen kann.

Pro Behandlung werden ca. 5-10 ml des Lokalanästhetikums (oder eines anderen, für die Neuraltherapie geeigneten Medikaments) gespritzt, je nach Krankheitsbild und Ort der Beschwerden meistens auf mehrere Einstichstellen verteilt. In einigen Fällen reicht bereits eine einzige Behandlung aus, häufig sind jedoch 5-10 Behandlungen sinnvoll, um einen dauerhaften Erfolg zu erzielen.

Anwendungsbeispiele/Indikationen (alphabetisch):

Asthma bronchialeArthrose, Bluthochdruck, Bronchitis, Chondropathia patellae (Knorpeldegeneration der Kniescheibe), Colitis ulcerosa (Darmentzündung), Epikondylitis (Entzündung des Ellenbogengelenks), Fettleber, Gicht, Gastritis, Gefäßerkrankungen (z. B. Krampfaderleiden, chronisch venöse Insuffizienz, Harnwegsinfekte, Gallensteine, Herzbeschwerden, funktionelle (Herzbeschwerden ohne organische Ursache), Hörsturz, Karpaltunnelsyndrom (Handwurzelschmerz durch Nervenkompression), Kopfschmerz,Kollagenosen (systemisch-entzündliche Bindegewebserkrankungen), Lebererkrankungen, Laryngitis (Kehlkopfentzündung),Lumbago  („Hexenschuss"), Lymphödem (Schwellung durch Einlagerung von Gewebeflüssigkeit), Migräne, Morbus Bechterew (entzündlich-rheumatische Erkrankung), Morbus Crohn (Darmentzündung), Morbus Menière (Drehschwindel mit Schwerhörigkeit und Ohrgeräuschen), Morbus Scheuermann (Wirbelkörperreifestörung), Morbus Sudeck (Folgeerkrankung gelenknaher Knochenbrüche), Neuralgien Oesophagitis (Entzündung der Speiseröhre), Osteoporose, Otitis media (Mittelohrentzündung), Postherpetische Neuralgie (Schmerzsyndrom nach Herpes Zoster), Reizdarm-Syndrom, Rheumatoide, Arthritis Rhinitis (Schnupfen), Roemheld-Syndrom (Herzbeschwerden aufgrund eines überblähten Magens), Schulter-Arm-Syndrom, Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung),Tendopathien (Erkrankungen der Sehnen),Traumata (z. B. Knochen-, Muskel- oder Bänderverletzungen), Trigeminusneuralgie (Entzündung eines Gesichtsnervs),Ulcus cruris („offenes Bein"), Urolithiasis (Nierensteine)

 Ringana